SYMBOL HĂRNER đ€ ©
Cernunnos ist eine keltische Gottheit. Sein Name wird als „der Gehörnte“ ĂŒbersetzt.
In seiner Kultur wird Cernunnos als Gott der Natur, der Fruchtbarkeit und insbesondere der Unterwelt / bei den Kelten eher: Anderwelt verehrt.
Natur, Fruchtbarkeit und "Anderwelt" reprĂ€sentiert Cernunnos mit göttlicher AutoritĂ€t auf eine Weise, wie sie auch von Dionysos, einer ebenfalls auĂergewöhnlichen Gottheit der Griechen bekannt ist.
Im Sommer hat Cernunnos die Gestalt eines Ebers, im Winter die eines Hirsches.
Cernunnos - Herr der Tiere
Dem gehörnten Gott der Kelten - wie auch dem efeubekrÀnzte Gott der Griechen - nÀhern sich die Menschen nicht in Tempeln als vielmehr in der freien Natur.
Als Gott der Natur ist Cernunnos nicht nur die Herr der Tiere, sondern wird als auch durch die heiligsten Tiere seiner Kultur reprÀsentiert: dem Eber und dem Hirsch. Die Parallele zum kriegerischen Liebes- und Fruchtbarkeitsgott der nordischen Mythologie, Freyr, ist deutlich - das Tier von Freyr ist der goldborstige Eber, mit dem er in den Kampf reitet.
Mitunter wird nicht nur eine Parallele zwischen Freyr und Cernunnos gezogen, sondern beide Gottheiten gleichgesetzt.
Cernunnos - der Herr der Tiere
Eine Besonderheit der Gestalt des Cernunnos ist vor allem, dass er - gemeinsam mit der groĂen Erdmutter - als die zentrale Gottheit der nordischen Mythologie ĂŒberhaupt galt. Die mĂ€nnliche Kraft der Gottheit: vermittelnd, schĂŒtzend, befruchtend.
Und eben auch zwischen Diesseits und Jenseits vermittelnd, wie zwischen Leben (Hirsch) und Tod (Wolf). Und auch die Schlange - das universelle, in allen Kulturen auftretende Symboltier fĂŒr das Leben schlechthin, gehört zu seinen Begleitern. Im Bild - dem Kessel von Gundestrup - sitzt Cernunnpos zwischen dem Wolf und dem Hirsch und hat die Schlange in der Hand.
Cernunnos selbst trÀgt ein Hirsch-Geweih und wird auch meist in er Gestalt eines schönes stattlichen Hirsches verehrt.
Quelle unbekannt
Ein Gedicht von einer französischen Nonne (Marie-Pierre) beschreibt den besonderen Zauber des gehörnten Gottes in sehr schönen Bildern:
Sag ihnen was der Wind den groĂen Steinen sagt,
was das Meer den hohen Bergen sagt,
Sag ihnen, dass eine unendliche Liebe
das Universum seit Urzeiten durchdringt.
Sag ihnen, dass er nicht ist, was sie glauben,
sondern ein lieblicher Wein ist, den man trinkt,
ein gemeinsames Mahl,
in welchem jeder gibt und empfÀngt.
Sag ihnen, dass er der Flötenspieler im
Mondlicht um Mitternacht ist;
Er nÀhert sich zunÀchst und lÀuft dann doch weg,
er springt ĂŒber BĂ€che und heilige Quellen.
ErzĂ€hle ihnen ĂŒber sein schuldloses, grĂŒnes Gesicht,
ĂŒber sein Licht, Schatten und GelĂ€chter.
Sag ihnen, dass er dein Raum und deine Nacht ist,
deine Wunde und deine Freude, dein Feind und dein Freund.
Aber sag ihnen auch,
dass er nicht so ist wie du ihn beschreibst,
und dass du ihn eigentlich gar nicht kennst
Quelle unbekannt
Und hier noch ein Liedtext - der Band Faun
Cernunnos
Zaghaft reckt am Rand der Welt
die Sonne sich nach den Sternen
und friedlich lag im ersten Licht unser Dorf.
Und da leis' uns der Morgen
eine Ahnung des kommenden Tages flĂŒstert,
fand eine Spur sich unweit der HĂŒtten,
die eines prÀchtigen Hirschen war
und lohend Richtung Wald sich wand.
In ihrem Angesichte ahnten wir,
prachtvoller war dieses Tier,
als jedes das bis zu diesem Tag wir erjagt.
Nach Jagdruhm, Sieg und TrophÀen trachteten wir,
waren, bevor noch am Himmel die Sonne stand, in Waffen.
Und auf den frĂŒhen Nebeln des Tages reitend
verlieĂen wir JĂ€ger das Dorf.
Zu jener Stunde noch waren wir viel,
ausgezogen den Wald zu erobern,
unser JagdglĂŒck zu suchen im Zwielicht des Morgens
und zwischen wispernden BlÀttern.
Von Baum zu Baum eilten wir,
schweigend, die Blicke auf des Hirschen Spur geheftet,
seltsame Schrift in Blatt und Sand, fremdart'ge Worte,
denen wir folgten ohne sie zu versteh'n.
Der Wald war ein einziger Schatten,
in dem Fragen und Antwort gleichsam sich bargen.
Wir aber sahen einzig die Spur,
an deren Ende die mÀcht'ge TrophÀe wir wÀhnten.
Kraftvoll blieb der Beute Schritt
und weit, weit maĂ ihr Huf.
Dies war die Zeit, zu sein und zu werden
und diese Jagd sollt keiner gleichen,
die bis zu diesem Tag wir gewagt
und keinem and'ren Tiere dies,
welches den Wald durchzog, als wollte es ihn zeichnen.
Leis' flĂŒstert vom Waldesgrund uns seine kraftvolle Spur,
dass im Gefolge dieses Hirsches ein RĂ€tsel sich befand,
das prachtvoller noch war als er selbst.
Einige von uns flohen dies Geheimnis,
erschöpft gaben andere auf
und kleiner ward mit jeder Stunde
der JagdgefÀhrten Zahl.
Das Laub aber flĂŒsterte heller,
mit jedem der den Wald verlieĂ,
beinah, als verlacht uns das Dickicht.
Bald, da der Tag dem Abend sich nahte,
der Schatten des Hungers lÀngst die Mienen verdunkelt,
waren einzig zwei noch geblieben.
Und einer der beiden war ich.
Auf einer Lichtung,
an deren Grund der Abendsonne Schatten,
in die fremden Spuren sich mischte,
standen schlieĂlich wir ihm gegenĂŒber,
jenem prachtvollen Hirschen
mit seinem Huf voll Geheimnis.
Sein Blick kreuzte den unseren,
hehr fiel durch sein prÀchtiges Geweih
das letzte Licht des Tages
und in stummer Ehrfurcht erstarrten wir,
die wir gekommen waren ihn zu besiegen.
Wie noch hÀtten wir's vermocht ?
Wir standen Aug in Aug mit Gott,
die Luft erfĂŒllt von flirrendem Wunder
und vergessen Jagd und Ruhm.
Da fiel der Bogen des letzten GefÀhrten
und er floh Hirsch und Wald, heim ins Dorf.
BloĂ ich war noch geblieben,
der ich im silbernen Auge des Hirschen
mich selber gewahrte.
Wie seltsam war, was ich schaute,
Wie seltsam, was ich erkannte.
JĂ€ger war ich gewesen
und nunmehr Beute geworden.
Am Ende der Jagd stand ich selbst,
war meiner eig'nen Spur gefolgt,
vom Morgen bis zum Abend,
hatte sie rĂ€tselhaft geheiĂen
und nicht von ihr lassen können.
Wie hÀtt' ein andrer an meiner statt hier stehen können!
Ich stand mir selbst gegenĂŒber,
der Speer in der Hand blanker Hohn.
Verschwunden der Hirsch,
geblieben bloĂ ich.
Aus meinen SchlÀfen spross sein Geweih
und im letzten Licht der Sonne stand ich,
nicht JĂ€ger noch Beute,
bloĂ ich,
und meine eigene TrophÀe mir.
Ein Schmuck, den niemand sehen
und den niemand wissen wĂŒrde.
Ins Dorf wĂŒrde ich heimkehren als einer von vielen,
dem die Götter vermeintlich nicht hold gewesen.
Ich aber war auf einer höheren Jagd
und habe, ohne einen Speer zu schleudern,
die höchste Huld der Götter mir erstritten.
Quelle Band Faun
Cernunnos und Dionysos
Dionysos hat Leoparden, Tiger, Elefanten und natĂŒrlich die Schlange in seinem Geleit und kann sich nach Belieben in all diese Tiere verwandeln. Er selbst wird vor allem mit dem Stier gleichgesetzt. Als Dionysos Zagreus ist - wie Cernunos - ein gehörnter - Gott.
Gehörnt ja - das ist es denn auch, was die christlichen Missionare aus Cernunnos (wie auch aus Freyr und bei den Griechen aus Dionysos) machen: Den Gehörnten, und - bösartigen - Widersachen Gottes.
Das vielleicht wichtigste Kennzeichen dieser beiden groĂen gehörnten Götter ist der Wandel ihrer Gestalten. Und das heiĂt nichts anderes (in diesem Fall): ihre Vertrautheit mit der Unter- bzw. Anderwelt.
Anders als die meisten anderen Götter sind Dionysos und Cernunnos sowohl in der Welt des Lichtes als auch in der Unterwelt zu Hause. Die sie begleitende Schlange weist auf diese FÀhigkeit, zwischen den Welten zu wandern, hin.
Eine weitere Gemeinsamkeit der beiden Götter unterstreicht diese Verwandtschaft: Dionysos wie Cernunnos sind der Sohn der groĂen Unterwelts- bzw. Erdgöttin ihrer Kultur. Dionysos - Sohn der Persephone, Cernunnos - Sohn der groĂen Mutter und Erdgöttin der Kelten.
Und schlieĂlich zeichnet beide Götter gleichermaĂen vor vielen anderen mĂ€nnlichen Göttern der Fruchtbaren Natur und der unbestimmt vagen Unterwelt ihre Stellung als Gott aus.
Die Unterschiede zwischen Dionysos und Cernunnos scheinen dagegen vergleichsweise marginal. und eher der Landschaft ihrer Kultur zuzurechnen zu sein.
Die Tiere unterscheiden sich teilweise, doch selbst Wein - fĂŒr den Dionysos bekannt ist - und Ekstase gehören ebenfalls zu den Insignien von Cernunnos.
Ein deutlicher Unterschied der beiden Götter könnte immerhin ihre - typische Art der Wandlung und Wiedergeburt sein.
Dionysos ist ein Gott, der getötet wird - und wieder neu, anders geboren wird. Cernunnos dagegen wird nicht als sterbender Gott beschrieben. Sein Wandel der Gestalten geschieht, indem er sich mit der groĂen Mutter - seiner Mutter und Geliebten - vereinigt - und so eine neue Gestalt annimmt.
Quelle unbekannt
Aufgelesen von Mia elementar
GrĂŒnderin der
đ€ ELEMENTAR RELIGION đ€
SYMBOL HORNS đ€ ©
Cernunnos is a Celtic deity. His name is translated as "the horned one".
In his culture, Cernunnos is worshiped as the god of nature, fertility and especially the underworld / among the Celts rather: other world.
Cernunnos represents nature, fertility and "otherworld" with divine authority in a way that is also known from Dionysus, an equally extraordinary deity of the Greeks.
In summer Cernunnos has the shape of a boar, in winter that of a deer.
Cernunnos - Lord of the Animals
The horned god of the Celts - as well as the ivy-wreathed god of the Greeks - are approached not in temples but rather in the great outdoors.
As the god of nature, Cernunnos is not only the lord of animals, but is also represented by the most sacred animals of his culture: the boar and the stag. The parallel to the warlike god of love and fertility of Norse mythology, Freyr, is clear - Freyr's animal is the golden-bristled boar with which he rides into battle.
Sometimes a parallel is not only drawn between Freyr and Cernunnos, but both deities are equated.
Cernunnos - the master of the animals
A special feature of the figure of Cernunnos is above all that he - together with the great earth mother - was considered the central deity of Nordic mythology in general. The male power of the deity: mediating, protecting, fertilizing.
And mediating between this world and the hereafter, as between life (deer) and death (wolf). And the snake - the universal symbol of life that appears in all cultures - is one of his companions. In the picture - the cauldron of Gundestrup - Cernunnpos sits between the wolf and the deer and has the snake in his hand.
Cernunnos himself wears deer antlers and is usually worshiped in the shape of a beautiful, stately deer.
Source unknown
A poem by a French nun (Marie-Pierre) describes the special magic of the horned god in very beautiful pictures:
Tell them what the wind says to the big stones
what the sea says to the high mountains,
Tell them an infinite love
has pervaded the universe since ancient times.
Tell them he's not what they believe
but a lovely wine to drink
a common meal
in which everyone gives and receives.
Tell them he's the flute player im
Moonlight is at midnight;
First he approaches and then runs away
he jumps over streams and holy springs.
Tell them about his guiltless green face
about its light, shadow and laughter.
Tell them that he is your room and your night
your wound and your joy, your enemy and your friend.
But also tell them
that it is not how you describe it,
and that you don't actually know him at all
Source unknown
And here is another song text - the band Faun
Cernunnos
Timidly stretching at the edge of the world
the sun moves towards the stars
and our village lay peacefully in the first light.
And there the morning quiets us
whispers a premonition of the coming day,
found a trail not far from the huts,
that of a splendid stag
and writhed in the direction of the forest.
In her face we sensed
this animal was more splendid,
than any that up to this day we hunted.
We sought hunting fame, victory and trophies,
were in arms before the sun was in the sky.
And riding on the early mists of the day
we hunters left the village.
At that hour we were still many
undressed to conquer the forest,
To seek our hunting luck in the twilight of the morning
and between whispering leaves.
We hurried from tree to tree
silent, the eyes fixed on the stag's trail,
strange writing in leaf and sand, strange words,
whom we followed without understanding them.
The forest was a single shadow
in which questions and answers were hidden, as it were.
But we only saw the trace
at the end of which we imagined the mighty trophy.
The prey remained powerful
and far, far measured her hoof.
This was the time to be and become
and this hunt shall not be like any
which up to this day we dared
and no other animal this,
which ran through the forest as if it wanted to draw him.
Leis' whispers his powerful trace from the forest floor,
that there was a riddle in the wake of this deer,
that was even more splendid than himself.
Some of us fled this secret
exhausted others gave up
and it grew smaller with every hour
the hunting companion number.
But the leaves whispered brighter,
with everyone who left the forest
almost as if the thicket is laughing at us.
Soon as day approached evening
the shadow of hunger has long darkened the faces,
only two remained.
And I was one of the two.
In a clearing
at the bottom of which the evening sun shades,
mingled in the foreign tracks,
after all we faced him,
that magnificent stag
with his hoof full of mystery.
His eyes met ours
noble fell through its magnificent antlers
the last light of the day
and in silent awe we froze
we came to defeat him.
How else could we have done it?
We stood face to face with God
the air filled with shimmering wonder
and forget about hunting and fame.
Then the bow of the last companion fell
and he fled deer and forest, home to the village.
Only I stayed
who I in the silver eye of the deer
saw myself.
How strange was what I was looking at
How strange what I realized.
I was a hunter
and have now become prey.
At the end of the chase I stood myself
had followed my own trail,
from morning to evening,
it had been called enigmatic
and can't let go of her.
How could someone else have stood here in my place!
I faced myself
the spear in the hand is pure mockery.
Disappeared the deer,
stayed just me.
Its antlers sprouted from my temples
and in the last light of the sun I stood
not hunter nor prey,
just me
and my own trophy to me.
A jewelry that nobody can see
and that nobody would know.
I would return to the village as one of many
to whom the gods were supposedly not favored.
But I was on a higher hunt
and without throwing a spear
won the highest grace of the gods for me.
Source band Faun
Cernunnos and Dionysus
Dionysus has leopards, tigers, elephants and of course the snake in his company and can transform himself into all these animals at will. He himself is primarily equated with the Taurus. As Dionysus Zagreus is - like Cernunos - a horned god.
Horned - that's what the Christian missionaries do from Cernunnos (as well as from Freyr and among the Greeks from Dionysus): The horned and - malicious - opponents of God.
Perhaps the most important characteristic of these two great horned gods is the change in their forms. And that means nothing else (in this case): their familiarity with the underworld or otherworld.
Unlike most other gods, Dionysus and Cernunnos are at home both in the world of light and in the underworld. The serpent accompanying them indicates this ability to wander between the worlds.
Another common feature of the two gods underlines this relationship: Dionysus and Cernunnos are the son of the great underworld and earth goddess of their culture. Dionysus - son of Persephone, Cernunnos - son of the great mother and earth goddess of the Celts.
And finally, both gods equally distinguish their position as gods from many other male gods of fertile nature and the indefinitely vague underworld.
The differences between Dionysus and Cernunnos, on the other hand, seem comparatively marginal. and rather to be attributed to the landscape of their culture.
The animals are partly different, but even wine - for which Dionysus is known - and ecstasy are also among the insignia of Cernunnos.
A clear difference between the two gods could at least be their - typical type of change and rebirth.
Dionysus is a god who is killed - and who is born again, differently. Cernunnos, on the other hand, is not described as a dying god. His change of shape happens when he unites with the great mother - his mother and lover - and thus assumes a new shape.
Source unknown
Picked up by Mia elementary
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